Die 4 Kernbereiche
Starte hier: Konsumformen, Wirkung, Risiken und Entzug – kompakt erklärt.
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Cannabis bei MS-Spastik: Wirkung, Nabiximols & Risiken
Cannabis bei MS-Spastik gehört zu den medizinischen Anwendungen von Cannabinoiden, für die vergleichsweise umfangreiche klinische Daten vorliegen. Dabei ist jedoch eine wichtige Unterscheidung nötig: Die beste Evidenz betrifft nicht Cannabisprodukte allgemein, sondern vor allem das standardisierte Arzneimittel Nabiximols (Sativex®), das THC und CBD in einem annähernd ausgewogenen Verhältnis enthält. Spastik entsteht bei Multipler Sklerose durch Schädigungen motorischer Nervenbahnen und kann unter anderem zu erhöhtem Muskeltonus, verlangsamten Bewegungen und Muskelspasmen führen. Je nach Ausprägung können Beweglichkeit, Schlaf, Alltag und Lebensqualität beeinträchtigt werden. Zugleich kann eine gewisse Muskelspannung bei manchen Betroffenen funktionell hilfreich sein, etwa um trotz Muskelschwäche stehen oder gehen zu können. Deshalb geht es bei einer Behandlung nicht darum, den Muskeltonus möglichst stark zu senken, sondern spastikbedingte Beschwerden und funktionelle Einschränkungen sinnvoll zu reduzieren.
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Cannabis bei Migräne: Wirkung, Studienlage & Risiken
Cannabis bei Migräne wird vor allem mit zwei unterschiedlichen Zielen diskutiert: zur Linderung einer akuten Migräneattacke und zur längerfristigen Vorbeugung. Migräne ist eine neurologische Erkrankung mit wiederkehrenden, häufig starken Kopfschmerzen, die typischerweise von Übelkeit sowie Licht- oder Geräuschempfindlichkeit begleitet werden können; bei einem Teil der Betroffenen tritt zusätzlich eine Aura mit vorübergehenden neurologischen Symptomen, häufig Sehstörungen, auf. Die Forschung zu Cannabinoiden bestand lange überwiegend aus Beobachtungsstudien. Mit einer Ende 2025 erstmals online veröffentlichten randomisierten, placebokontrollierten Studie zur akuten Migräne gibt es erstmals belastbarere klinische Daten. Entscheidend bleibt jedoch die Unterscheidung zwischen THC, CBD und Kombinationen daraus sowie zwischen Akutbehandlung und Migräneprophylaxe.
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Cannabis bei Übelkeit und Erbrechen: Wirkung, Studienlage & Risiken
Cannabis und bestimmte Cannabinoid-Medikamente können Übelkeit und Erbrechen unter bestimmten Bedingungen lindern. Am besten untersucht ist ihr Einsatz bei Menschen, die aufgrund einer Chemotherapie unter Übelkeit und Erbrechen leiden. Besonders relevant sind Cannabinoide dabei, wenn die üblichen Medikamente gegen diese Beschwerden nicht ausreichend helfen. Das bedeutet nicht, dass Cannabis allgemein gegen jede Form von Übelkeit hilft. Übelkeit und Erbrechen können zahlreiche Ursachen haben – von Infektionen und Medikamenten über Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts bis hin zu neurologischen oder funktionellen Störungen. Gleichzeitig kann langfristiger regelmäßiger Cannabiskonsum selbst ein Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom mit wiederkehrender schwerer Übelkeit und Erbrechen auslösen.
Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung oder Diagnose sowie keine Rechtsberatung.
